Selbsthilfe

Warum Selbsthilfe?

 

 

 

Zugegeben, Selbsthilfe hört sich oft nach einem traurigen und langweiligen Sitzkreis an, in dem Menschen sich gegenseitig ihr Leid klagen und jeder den anderen in seinem Leid noch toppen kann.Aber lassen wir den Begriff Selbsthilfe mal weg. Ist es nicht so, dass man im Leben immer dann ein gutes Gefühl bekommt, wenn man Menschen trifft, die gleiche Interessen teilen und sich mit ähnlichen Themen beschäftigen? Es gibt Mütter-Gruppen, Unternehmer-Stammtische, Balint-Gruppen für angehende Ärzte, Literatur-Kreise und vieles mehr. Denn es gibt für alles Zusammenschlüsse von Menschen, die sich zu einem Thema austauschen, dass sie beschäftigt und bewegt, weil sie sich dadurch gegenseitig stärken und auch Ihre Interessen in der Gesellschaft vorantreiben und betonen. Egal in welchem Alter.

 

Ein gemeinsames Thema kann also verbinden, stärken und zu neuen Kräften führen. Man muss nicht die ganze Zeit über das Thema sprechen, sondern im Zusammensein entwickeln sich Ideen und Lebensfreude. Das spüren wir immer wieder auf Patiententagen und auch in unserem Online-Forum.

 

Abgesehen davon ist Selbsthilfe mittlerweile auch ein anerkannter Teil unseres Gesundheits- und Sozialsystems und eine wertvolle Ergänzung zu ärztlicher und psychotherapeutischer Beratung.

 

Denn niemand kann Patienten so gut verstehen, wie sie sich gegenseitig. Neben dem Austausch von Informationen bereichern sie sich gegenseitig durch eine (psychologische) persönliche Komponente: Die Sicht des/r Betroffenen, die keine Ärztin, kein Arzt und keine Einrichtung der stationären und ambulanten Versorgung in diesem Maße und dieser Qualität bieten kann. Verständnis und Beistand durch andere, das Gefühl nicht allein zu sein, gerade bei seltenen Krankheiten, und die individuellen Probleme mit Gleichbetroffenen austauschen zu können, stellen wertvolle Ressourcen dar, die unvergleichlich sind.

 


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