Ernährung

Wie ernähre ich mich richtig?

Fragt man PNH, AA oder PNH/AA Patienten  nach den größten Einschränkungen der Erkrankung, kommen viele Patienten schnell auf Fatigue und die allgemeine Kraftlosigkeit des Körpers zu sprechen. Viele berichten, dass sie sich jeden Tag ganz genau überlegen müssen, in welche Projekte sie ihre tägliche Energie stecken wollen.

 

Um die vorhandene Energie zu stärken und aufzubauen, möchten wir den Patienten hier einige Anregungen zum Thema Ernährung geben. Denn Essen ist unser Kraftstoff, und je besser man den eigenen Körper kennt und weiß, was ihm gut tut, desto aktiver kann man sein.

 

DAS HILFT:

 

VERMEIDEN SIE KALTE LEBENSMITTEL: Wenn Sie kalte Nahrungsmittel zu sich nehmen, muss der Körper aus seinen Ressourcen schöpfen, um den Speisebrei auf Körpertemperatur zu bringen. Die Mahlzeit vor dem Essen anzuwärmen, erleichtert die Arbeit vom Magen. Also lieber mal zur warmen Suppe greifen statt zu dem kalten Schinkenbrot.  Eine andere Lösung ist das Brot kurz im Ofen oder Toaster anzuwärmen.

 

ZUBEREITETE LEBENSMITTEL STATT ROHKOST: Für Rohkost gilt das gleiche Prinzip, wie für KALTE LEBENSMITTEL. Der Körper verbraucht  wertvolle Energie für die Aufspaltung/ Zerkleinerung  der Nahrung in Nährstoffe. Das Kochen, Garen, Braten, Dünsten von Nahrungsmitteln übernimmt einen Teil des Verdauungsprozesses, der dem Körper dann erspart bleibt. Daher sind zubereitete Speisen ideal, der Körper ist nicht geschwächt durch die Verdauung und die vorhandenen Vitamine und Nährstoffe werden mit Freude aufgenommen. Sie sind schneller verwertet und spenden viel schneller Energie. Zusätzlich haben abwehrgeschwächte Patienten, den tollen Nebeneffekt, dass Keime abgetötet werden.

 

 

DAS FRÜHSTÜCK NICHT VERGESSEN!  Das Frühstück bereitet den Körper für den anstehenden Tag vor. Ein gutes, ausgewogenes Frühstück (am liebsten warm und gekocht…) liefert einen grundlegenden Beitrag zur Nährstoffversorgung bei. Je nach Lust und Laune, können Sie einen leckeren Haferflockenbrei mit saisonalen Früchten, ein Rührei mit Zutaten ihrer Wahl, das Restessen vom Vortag, ein warmes Bananenbrot mit Zimt sich zubereiten, die Liste der Ideen ist lang…Sie entscheiden nach Geschmack!

 

WENIG TRINKEN WÄHREND DES ESSENS: So wird die Magensäure nicht mit zu viel Flüssigkeit verdünnt und der Verdauungsprozess ist einfacher und energiesparsamer.

 

VERMEIDEN SIE DIE MIKROWELLE: Die Zubereitung und Erwärmung von Lebensmitteln in der Mikrowelle zerstört leider alle brauchbaren Vitamine und die Nahrung wird komplett denaturiert.

 

ENERGIEARME NAHRUNGSMITTEL: Raffinierter Zucker, kohlensäurehaltige Getränke, Konservennahrung, H-Milchprodukte, Fast Food bieten keine interessanten Nährstoffe für den Energiehaushalt. Diesen Nahrungsmitteln können Sie also die kalte Schulter zeigen, jedenfalls öfters als bisher.

 

FERTIGGERICHTE: Geschmacksverstärker, Aromen, Antioxidationsmittel, Farbstoffe, Stabilisatoren, Emulgatoren helfen der Industrie ihre Produkte appetitlicher, attraktiver, haltbarer zu gestalten. Leider machen solche Gerichte den Körper und vor allem die Leber im wahrsten Sinne des Wortes  auch “fertig“… Also lieber Oma’s Kochbuch rausholen und selber den Kochlöffel schwingen! Je naturbelassener ein Nahrungsmittel ist, desto gesünder ist es auch. Regional und saisonal ist die Devise!

 

Die Tipps, die wir oben genannt haben, stammen teils aus der traditionellen chinesischen Medizin, teils aus eigenen Erfahrungen und sollen Anregungen sein. Sie können es ja einfach mal ausprobieren und fühlen, ob Sie einen Unterschied feststellen. Jedoch gibt es keine wirklich “richtige” Ernährung, die für jeden gilt. Je nach Lebensweise und Konstitution hat jeder seinen ganz individuellen Ansatz und seine Ernährungsweise. Folgen Sie ihrem Instinkt und wenn Sie spüren “das tut mir gut”, dann machen Sie das weiter so, schließlich kennen Sie sich selbst schon am längsten…!

Wenn Sie interessante Rezepte oder Ernährungserfahrungen teilen möchten, senden Sie uns eine Email an info@lichterzellen.de.

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