Ernährung bei Aplastischer Anämie und PNH

In dieser Rubrik finden Sie Informationen, Videos und Rezepte zum Thema „Gesunde Ernährung“ mit Augenmerk auf die besondere Situation von Patienten mit PNH und/oder Aplastische Anämie.

 

Die Tipps basieren größtenteils auf den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin. In dieser Lehre gibt es keine einheitliche Ernährungsempfehlung. Jeder Mensch ist ein Unikat, mit seinen Stärken und Schwächen, und deshalb sollte die Ernährung individuell auf den Menschen zugeschnitten sein. Sie unterstreicht auch, dass die Heimat jedes Menschen die passenden Lebensmittel für ihn bereithält.

 

Um die vorhandene Energie zu stärken und aufzubauen, können Sie einiges selbst tun, denn Nahrungsmittel sind unser Kraftstoff. Achten Sie dabei darauf, wie Ihr Körper auf bestimmte Lebensmittel oder Zubereitungsarten reagiert. Denn wir haben mittlerweile verlernt, auf unseren Körper zu hören und hinein zu spüren, ob uns das Essen guttut und wohl bekommt. Je besser man den eigenen Körper kennt und weiß, was ihm guttut, desto aktiver kann man selber etwas für sich tun. Die Videos in dieser Rubrik sollen Ihnen helfen, wieder auf Ihren Körper zu hören, seine Signale wahrzunehmen, es einmal anders zu probieren und das ganz unabhängig von den neuesten Ernährungstrends oder Superfoods.

 

Unsere Idee, das Thema Ernährung ins Spiel zu bringen, erläutert Melanie Vanden-Brande in Ihrem ersten Video. 

Nahrungsmittel als Kraftstoff – Wie kann ich das nutzen?

Fragt man Patienten mit PNH und/oder AA nach den größten Einschränkungen der Erkrankung, kommen viele Patienten auf Fatigue und die allgemeine Kraftlosigkeit des Körpers zu sprechen. Viele berichten, dass sie sich jeden Tag ganz genau überlegen müssen, in welche Projekte sie ihre tägliche Energie stecken wollen. Man muss sich also mit dem Energiehaushalt des Körpers beschäftigen, zu dem die Ernährung einen wichtigen Beitrag leistet.

Daher ist es sinnvoll, dem Körper gute verwertbare Energie zuzuführen und ihn nicht zusätzlich zu belasten.

 

Hier dazu unsere 6 Ernährungstipps:

 

 

VERMEIDEN SIE KALTE LEBENSMITTEL!

 

Wenn Sie kalte Nahrungsmittel zu sich nehmen, muss der Körper aus seinen Ressourcen schöpfen, um den Speisebrei auf Körpertemperatur zu bringen. Die Mahlzeit vor dem Essen anzuwärmen, erleichtert die Arbeit vom Magen. Also lieber mal zur warmen Suppe greifen statt zu dem kalten Schinkenbrot. Eine andere Lösung ist das Brot kurz im Ofen oder Toaster anzuwärmen.

 

ZUBEREITETE LEBENSMITTEL STATT ROHKOST: Für Rohkost gilt das gleiche Prinzip, wie für KALTE LEBENSMITTEL.

 

Der Körper verbraucht wertvolle Energie für die Aufspaltung/ Zerkleinerung der Nahrung in Nährstoffe.

Das Kochen, Garen, Braten, Dünsten von Nahrungsmitteln übernimmt einen Teil des Verdauungsprozesses, der dem Körper dann erspart bleibt. Daher sind zubereitete Speisen ideal, der Körper ist nicht geschwächt durch die Verdauung und die vorhandenen Vitamine und Nährstoffe werden mit Freude aufgenommen. Sie sind schneller verwertet und spenden viel schneller Energie. Zusätzlich haben abwehrgeschwächte Patienten, den tollen Nebeneffekt, dass Keime abgetötet werden.

 

WENIG TRINKEN WÄHREND DES ESSENS!

 

So wird die Magensäure nicht mit zu viel Flüssigkeit verdünnt und der Verdauungsprozess ist einfacher und energiesparsamer.

 

VERMEIDEN SIE DIE MIKROWELLE!

 

Die Zubereitung und Erwärmung von Lebensmitteln in der Mikrowelle zerstört leider alle brauchbaren Vitamine und die Nahrung wird komplett denaturiert. 

 

VERMEIDEN SIE ENERGIEARME NAHRUNGSMITTEL!

 

Raffinierter Zucker, kohlensäurehaltige Getränke, Konservennahrung, H-Milchprodukte, Fast Food bieten keine interessanten Nährstoffe für den Energiehaushalt. Diesen Nahrungsmitteln können Sie also die kalte Schulter zeigen, jedenfalls öfters als bisher.  

 

VERMEIDEN SIE FERTIGGERICHTE!

 

Geschmacksverstärker, Aromen, Antioxidationsmittel, Farbstoffe, Stabilisatoren, Emulgatoren helfen der Industrie ihre Produkte appetitlicher, attraktiver, haltbarer zu gestalten. Leider schaden diese Zusätze dem Körper, vor allem der Leber und dem Darm. Schauen Sie mal auf die Inhaltsstoffe auf so einer Tüte oder Packung. Je mehr Inhaltsstoffe, desto ungesünder. Also lieber Oma’s Kochbuch rausholen und selber den Kochlöffel schwingen! Je naturbelassener ein Nahrungsmittel ist, desto gesünder ist es auch. Regional und saisonal ist die Devise! Vielleicht gibt es einen Wochenmarkt in Ihrer Nähe.  

Newsletter

Melden Sie sich bei unserem Newsletter an und wir informieren Sie über Neuigkeiten der Stiftung lichterzellen.